Kurz nachdem ich die kleine Rakete auf die Welt katapultiert habe, hatte er das erste Mal einen richtig schlimm wunden Po. Augenscheinlich neigt Ihmchen mehr dazu, als manch anderes Kind und hat seit jeher eine sehr anfällige Haut, auf die wir besonders gut achten müssen. Deshalb habe ich damals viel zum Thema wunder Babypo recherchiert und Hebammen und Kinderärzte konsultiert. Seitdem haben wir einige Tricks parat, die ich sehr gerne im folgenden Beitrag mit Euch teilen möchte.

Ein wunder Babypo tut allen weh

Alles rund um das Thema „wunder Po“ haben wir auf eine für alle Beteiligten schmerzhafte Weise herausgefunden. Als Ihmchen gerade einmal vier Wochen alt war, war sein Po plötzlich so wund, dass er zwei große, offene Stellen in der Pofalte hatte und bei jedem Wickeln geschrien hat wie am Spieß. Einerseits haben wir ein paar Anfängerfehler beim Wickeln gemacht, andererseits ist er sehr anfällig für die so genannte Windeldermatitis. So können wir beispielsweise immer damit rechnen, dass er einen wunden Po bekommt, wenn er zahnt. Dann wird sein Stuhl immer sauer und beeinträchtigt unmittelbar die Haut des kleinen Knackpos.

Feuchttücher passen nicht immer

Im Krankenhaus wurde uns gezeigt, wie man ein Baby wickelt. Weil dort Feuchttücher verwendet wurden, haben wir es zu Hause zunächst genauso gemacht. Die kleine Rakete verträgt allerdings keine einzige Marke dieser Feuchttücher wirklich gut. Also säubern wir seinen Po seitdem mit Wattepads und warmem Wasser. Die Feuchttücher nutzen wir nur in sehr sensitiver Form, wenn wir unterwegs sind. Dann haben sie einen festen Platz in der Wickeltasche. Die Wattepads sind allerdings auch immer mit von der Partie und werden auch unterwegs von uns bevorzugt, sobald ein Wasserhahn in der Nähe ist.

Häufig wickeln

Wir haben zu Beginn unserer Elternzeit den Fehler gemacht zu selten zu wickeln. Ich war beispielsweise der Meinung, dass Windeln ja immerhin dafür da seien, alles aufzufangen und schön in sich aufzunehmen. Was waren wir für Anfänger! Bezahlt haben wir das mit einem schmerzenden und wunden Babypo und brechenden Herzen, weil die kleine Rakete leiden musste. Seitdem sind wir schlauer und wickeln häufig und eigentlich immer sofort, wenn er sein großes Geschäft mit hochrotem Kopf in die Windel schießt.

Wundschutzcreme hilft bei leichteren Rötungen

Die oft von Hebammen empfohlene Babycreme von Weleda ist immer und überall dabei. Bei leichten Rötungen (ohne Pickelchen) hilft sie bei uns wirklich gut. Meistens genügt es die Wundschutzcreme bei zwei bis drei Wickeleinheiten dünn aufzutragen. Dann heißt es meist schon: wunder Po adé! Auch vor bspw. Autofahrten tragen wir sie dünn auf. Damit ist der Po vorbeugend geschützt, falls wir nicht zeitnah nach dem großen Geschäft rechts ranfahren können.

Frische Luft – viel hilft, viel

Was wirklich immer hilft und unterstützt, ist viel frische Luft an die beeinträchtigte Haut zu lassen. Also weg mit der Windel! Das ist im Sommer natürlich leichter als im Winter, aber auch in kühleren Jahreszeiten machbar. Wenn es draußen kalt ist, kann man einfach das Zimmer ein bisschen hochheizen, in dem sich das Kind mitsamt des entblößten Hinterteils aufhält. Was es jedoch zu allen Jahreszeiten zu beachten gilt ist, dass man einen Lappen oder eine Mullwindel griffbereit hat. Sobald wir die kleine Rakete aus der Windel pellen, versucht er in das jeweilige Zimmer zu pinkeln. Tatsächlich legt er es sogar richtig drauf an! Da helfen ein bisschen Schnelligkeit und eine gute Beobachtungsgabe.

Zinkhaltige Creme wirkt bei schlimmen Rötungen Wunder

Wenn der kleine Babypo richtig schlimm rot ist und sich sogar schon fiese Pickelchen bilden, greifen wir mittlerweile ohne zu zögern zu einer Zinksalbe. Auch diese tragen wir dünn auf die betroffenen Stellen auf. Nach ein bis zwei Tagen sind die Pickelchen und kleineren Wunden eigentlich immer weg. Die zinkhaltige Salbe unterstützt die Heilung und wir haben wirklich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Ihmchen mal wieder so richtig schlimm wund war.

Wunderwaffe: Schwarzer Tee

Als die kleine Rakete offene Stellen in der Pofalte hatte, die nicht heilen wollten, habe ich verzweifelt unseren Kinderarzt konsultiert. Er riet mir dazu schwarzen Tee zu verwenden. Dieser muss lange (mindestens 20 Minuten) und bei geschlossenem Deckel ziehen, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben. Wenn er abgekühlt ist, verwenden wir ihn anstelle von Wasser für die Reinigung des Pos. Zusätzlich tupfe ich die schlimmen Stellen immer noch mit dem Tee ab und lasse alles ein paar Minuten an der frischen Luft trocknen. (Innerhalb dieser Zeit kann man bspw. super kleine Käsefüßchen küssen oder kitzeln.)

Mittlerweile setzen wir sofort schwarzen Tee an, wenn unser Sohn beispielsweise zahnt und deshalb nach dem Stuhlgang feuerrote Pobacken hat. Das, in Verbindung mit frischer Luft, sorgt dafür, dass die Haut sich schnell erholt.

Was macht ihr denn, wenn euer Kind unter einem wunden Babypo leidet? Habt ihr auch eine kleine Wunderwaffe oder andere Hilfsmittel griffbereit?

Eine blau-rote Rakete steigt nach rechts oben

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