Weihnachten im Schuhkarton: einfach Kinder glücklich machen

Weihnachten im Schuhkarton: einfach Kinder glücklich machen

Seit ich selbst Mama bin, lässt es mich nicht los, wenn ich Bilder von leidenden Kindern sehe oder von schweren Kinderschicksalen höre. Es bricht mir schier das Herz. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten mich selbst einzubringen und selbst zu helfen. Ich glaube fest daran, dass diese Welt ein besserer Ort sein könnte, wenn wir alle ab und zu etwas Gutes tun. Und wenn diese kleinen oder auch größeren Gesten dann auch noch Kinderaugen zum Strahlen bringen, ist das umso besser. Die Aktion Weihnachten im Schuhkarton kann genau das und ihr alle könnt dabei helfen. Es ist nicht schwer teilzunehmen und Kindern oft das erste Geschenk ihres Lebens zu schicken.
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Krebs ist ein Arschloch

Krebs ist ein Arschloch

Ich bin unendlich traurig. Wir haben am vergangenen Samstag einen Freund an den Krebs verloren. Dieser Freund zählte zu den nettesten Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Wann immer jemand Hilfe benötigte, war er da und half bis zum Schluss. Vor allem anderen war er allerdings Papa eines kleinen Jungen. Er liebte seinen Sohn mehr, als man einen Menschen lieben kann und war so stolz, wie es ein Vater nur auf seinen Sohn sein kann. Der Krebs hat diese Verbindung gelöst und eine Lücke geschaffen, die so für immer existieren wird. Krebs ist ein Arschloch.

Krebs ist ein Arschloch

Vor sechs Jahren wurde bei unserem Freund anstelle der erwarteten Erkältung Leukämie diagnostiziert. Seitdem kämpfte er darum seinen Sohn aufwachsen zu sehen. Er unterzog sich Chemotherapien, mit all ihren Nebenwirkungen. Er kämpfte und versuchte den Blutkrebs zu besiegen. Im August 2013 endete die Chemo, mit ungewissem Ausgang und der Angst, dass der Krebs zurückkommen könnte.

Ende 2014 tat er genau das und war aggressiver als je zuvor. Seitdem stand die Möglichkeit einer Stammzellentransplantation im Raum. Diese hätte diesen wunderbaren, aufopferungsvollen und lieben Menschen retten können. Sie hätte einem kleinen Jungen seinen Vater schenken und dafür sorgen können, dass diese riesige Lücke nie entstanden wäre, die nun in unserer Mitte klafft. Eine Typisierungsaktion blieb ohne Erfolg – der genetische Zwilling war unauffindbar.

Spender werden, Leben retten

Als ich von der Erkrankung unseres Freundes erfuhr, saß ich gerade bei Freunden am Esstisch. Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Gleichzeitig war es meine erste wirkliche Berührung mit dem Krebs. Klar wusste ich, dass es diese Krankheit und ihre verschiedenen Ausprägungen gibt, aber sie war bisher nie so nah.

Also recherchierte ich noch am selben Abend, wie ich helfen könnte und stieß auf die DKMS. Alles klang so einfach: Grundsätzlich wird nämlich zunächst nur ein Wangenabstrich benötigt. Das entsprechende Wattestäbchenset stellt die DKMS bei Bedarf dabei sogar kostenlos zur Verfügung. Nach dem Abstrich schickt man die gut verpackten Wattestäbchen an die DKMS zurück. Dort wird die auf den Stäbchen enthaltene DNA von Experten hinsichtlich der HLS-Merkmale überprüft, wobei diese Daten in die Spenderdatei wandern.

Schon dann ist man ein potentieller Spender oder eine Spenderin für Blutkrebs-Patienten auf der ganzen Welt. Ich wollte zuerst nur diesem einen Patienten helfen. Ich wollte nicht zulassen, was letztlich passiert ist. Heute Abend hoffe ich einfach irgendwann ein anderes Kind vor einem Leben ohne Vater oder Mutter, oder Eltern vor dem Verlust eines Kindes beschützen zu können.

Ein bisschen Hilfe

Täglich erkranken etwa 30 Menschen in Deutschland an Blutkrebs. Das sind knapp 11.000 Menschen im Jahr. Und nur ein Drittel davon findet seinen genetischen Zwilling innerhalb der Familie. Unser Freund hat seinen Lebensretter nicht gefunden. Ich weiß nicht, ob diese Welt seinen genetischen Zwilling beherbergt. Aber ich komme nicht um den Gedanken, dass es so ist und dieser es einfach noch nicht in die Spenderkartei geschafft hat. Dafür gibt es allerdings nur sehr wenige Gründe, die ich gelten lassen möchte. Die DKMS macht es jedem von uns nämlich sehr leicht Bestandteil dieser wichtigen Datei zu werden.

Krebs ist ein Arschloch. Er ist rücksichtslos und kann jeden von uns oder die Menschen heimsuchen, die uns am nächsten stehen. Aber man kann ihn besiegen. Mit ein bisschen Hilfe, kann man dieser heimtückischen Krankheit die Stirn bieten und den Kampf vielleicht sogar gewinnen. Stammzellen sind diese Hilfe und es ist nicht einmal schwer diese zu spenden.

Tränen und Wut

Während ich diese Zeilen schreibe, weine ich um das Leben unseres Freundes und all derer, die ihn schon jetzt vermissen. Ich weine um seinen Sohn und all die Momente und Möglichkeiten, die ihm verwehrt werden. Ich selbst muss schon länger ohne meinen Papa leben, als ich es mit ihm getan habe und weiß, welchen Schmerz dieser kleine Junge nun fühlt. Ich teile ihn nämlich noch immer. Es gibt nämlich Wunden, die Zeit nicht heilen kann.

Andererseits bin so unglaublich wütend. Auf den Krebs, auf das Schicksal – diesen miesen Verräter – und darauf, dass meine DNA nicht die die richtigen Merkmale beinhalten konnte. Und ja, ich bin auch wütend darauf, dass noch immer nicht alle Menschen, die es theoretisch sein könnten, registriert sind. Was ist schon ein Wangenabstrich oder eine Stammzellenspende, wenn man das Leben eines Menschen retten kann? Wie klein ist das Opfer, das man bringen muss, im Vergleich zu dem Geschenk eines Lebens?

Bitte

Bitte lasst euch registrieren oder spendet einen kleinen oder vielleicht sogar großen Betrag. Bitte helft dafür zu sorgen, dass ein anderer kleiner Junge mit seinem Papa oder seine Mama aufwachsen kann und Eltern nicht den Verlust eines Kindes betrauern müssen. Bitte helft anderen im wichtigsten Kampf ihres Lebens. Krebs ist ein Arschloch – aber er ist nicht unbesiegbar. Und wir können alle dabei helfen ihm so richtig in den Hintern zu treten.

Hier könnt ihr euch registrieren.

 

 

 

 

 

 

PS: Miro, es tut mir so unendlich leid.

Liebe Eltern des kleinen Jungen im blauen Jeanskleid…

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Liebe Eltern des kleinen Jungen im blauen Jeanskleid,

ich kenne euch nicht und kann euch nicht einmal ein Gesicht zuordnen. Euren Sohn habe ich allerdings schon einige Mal in der Kita der kleinen Rakete gesehen. Er ist ein bisschen älter als unser Sohn und besucht deshalb eine andere Gruppe. Ich sehe ihn mittlerweile recht selten und musste beim Kita-Sommerfest demzufolge zweimal hinschauen, als sich das Kind vor uns umdrehte.
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Meilensteine sind auch immer kleine Abschiede

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Es gab eine Zeit, in der es mir gar nicht schnell genug gehen konnte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass die kleine Rakete so um den sechsten Monat eine Phase hatte, in der er fast ausschließlich gemotzt hat. Ihm selbst ging es nämlich nicht schnell genug. Er wollte krabbeln, am besten gleich rennen, die Welt erkunden und selbstständig sein. Damals habe ich auf genau diese Meilensteine gewartet, weil sie – wie ich hoffte – das Ende der ständigen Motzerei bedeutet hätten. Heute versuche ich selbst Schritt zu halten. Die kleine Rakete überrennt mich in letzter Zeit sehr oft mit all den rasanten Entwicklungen, die er urplötzlich und manchmal sogar über Nacht macht. Da wird mein Mutterherz an manchen Tagen schon ganz schön melancholisch.
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Kurz nachdem wir Ende 2015 mit der Kita-Eingewöhnung gestartet sind, war die kleine Rakete zum ersten Mal so richtig schlimm erkältet. Und das blieb auch so, bis der Frühling sich von seiner besten Seite gezeigt hat. Viele Fieberstunden, wache Nächte, vollgeschnodderte Taschentücher und einen Krankenhausaufenthalt später, machte mir unser Kinderarzt Mut, indem er prophezeite, dass es im kommenden Jahr viel besser werden würde. Für das Immunsystem der kleinen Rakete sei das viele Kranksein übrigens nahezu perfekt, sagte er. Unser Kind würde so nämlich Abwehrkräfte entwickeln, wie kaum kein anderes und später nur sehr selten krank sein. Auf dieses Später warte ich seitdem. Später ist auf jeden Fall nicht heute.

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