Liebe Eltern des kleinen Jungen im blauen Jeanskleid…

Liebe Eltern des kleinen Jungen im blauen Jeanskleid…

Liebe Eltern des kleinen Jungen im blauen Jeanskleid,

ich kenne euch nicht und kann euch nicht einmal ein Gesicht zuordnen. Euren Sohn habe ich allerdings schon einige Mal in der Kita der kleinen Rakete gesehen. Er ist ein bisschen älter als unser Sohn und besucht deshalb eine andere Gruppe. Ich sehe ihn mittlerweile recht selten und musste beim Kita-Sommerfest demzufolge zweimal hinschauen, als sich das Kind vor uns umdrehte.
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Meilensteine sind auch immer kleine Abschiede

Meilensteine sind auch immer kleine Abschiede

Es gab eine Zeit, in der es mir gar nicht schnell genug gehen konnte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass die kleine Rakete so um den sechsten Monat eine Phase hatte, in der er fast ausschließlich gemotzt hat. Ihm selbst ging es nämlich nicht schnell genug. Er wollte krabbeln, am besten gleich rennen, die Welt erkunden und selbstständig sein. Damals habe ich auf genau diese Meilensteine gewartet, weil sie – wie ich hoffte – das Ende der ständigen Motzerei bedeutet hätten. Heute versuche ich selbst Schritt zu halten. Die kleine Rakete überrennt mich in letzter Zeit sehr oft mit all den rasanten Entwicklungen, die er urplötzlich und manchmal sogar über Nacht macht. Da wird mein Mutterherz an manchen Tagen schon ganz schön melancholisch.
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Von Kitaviren, Schnoddernase und schwindenden Kräften

Von Kitaviren, Schnoddernase und schwindenden Kräften

Kurz nachdem wir Ende 2015 mit der Kita-Eingewöhnung gestartet sind, war die kleine Rakete zum ersten Mal so richtig schlimm erkältet. Und das blieb auch so, bis der Frühling sich von seiner besten Seite gezeigt hat. Viele Fieberstunden, wache Nächte, vollgeschnodderte Taschentücher und einen Krankenhausaufenthalt später, machte mir unser Kinderarzt Mut, indem er prophezeite, dass es im kommenden Jahr viel besser werden würde. Für das Immunsystem der kleinen Rakete sei das viele Kranksein übrigens nahezu perfekt, sagte er. Unser Kind würde so nämlich Abwehrkräfte entwickeln, wie kaum kein anderes und später nur sehr selten krank sein. Auf dieses Später warte ich seitdem. Später ist auf jeden Fall nicht heute.

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Wer hätte gedacht…? – eine Liebesgeschichte

Wer hätte gedacht…? – eine Liebesgeschichte

Auch dieses Jahr haben wir den Valentinstag komplett vergessen. Das passiert uns zum Glück beiden ganz gerne und so kommen auch unser Jahrestag, Geburtstage oder Weihnachten manchmal recht plötzlich. Und das ist auch gar nicht schlimm, weil mit dir an meiner Seite irgendwie immer Valentinstag ist. Nur ohne Blumen natürlich. (Aber da hast du ja grundsätzlich ein bisschen Nachholbedarf.) Und weil uns momentan auch noch einige Kilometer trennen, konnte ich heute gar nicht anders, als ein bisschen sentimental zu werden, unsere Geschichte aufzuschreiben und dir ein paar virtuelle Worte zu widmen.
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