Neulich waren wir zum allerallerersten Mal im kulturellen Auftrag mit der kleinen Rakete unterwegs. Eine Kollegin hatte mir kürzlich berichtet, dass ihre Tochter die Puschelgeschichten lieben würde. Also habe ich die Fragezeichen über meinem Kopf weggegoogelt und mit Freude festgestellt, dass eine dieser Puschelgeschichten schon bald Premiere feiert. Wie immer, wenn wir etwas Neues mit der kleinen Rakete ausprobieren, bin ich aufgeregt gewesen und habe den Raketenpapa damit bestimmt wieder ein bisschen verrückt gemacht. Die Vorfreude war nämlich groß!

Erste Tippelschritte Richtung Kultur

Ich erinnere mich noch daran, dass ich vor einiger Zeit ein Interview mit Elke Heidenreich gelesen habe, in der sie beschrieben hat, warum die Kinderoper so toll für Kinder ist. Schon damals hab ich mir fest vorgenommen meinem eigenen Nachwuchs kleine Tippelschritte Richung Theater, Oper, Kunst und Kultur zu ermöglichen. Ich wollte ihn mitnehmen und zeigen, wie leicht es ist in andere Welten abzutauchen, wenn einem die eigene bspw. gerade nicht so schmeckt. Deshalb war ich sehr aufgeregt, als wir tatsächlich noch Karten für unser erstes musikalisches Theaterstück bekommen haben. Ich konnte überhaupt nicht abschätzen, ob es überhaupt schon etwas für die kleine Rakete ist. Immerhin hätte es genauso gut sein können, dass es ihm überhaupt nicht gefällt, er nicht folgen kann und lieber doch auf den Spielplatz nebenan verschwinden möchte.

Puschel und die Überraschungspost

Hauptfigur der Puschelgeschichten ist Puschel und damit ein Kuscheltier, das nicht puscheliger und kuscheliger sein könnte. Neben Puschel stehen der Puschelpapa und der Tastenmann mit auf der Bühne. Innerhalb des besagten Stücks Puschel und die Überraschungspost sitzen alle drei zusammen im Garten, als es plötzlich an der Tür klingelt. Der Postbote hat ein Päckchen für Puschel gebracht. In dem Päckchen befinden sich zwei chinesische Gongs, die sich wunderbar zum Musizieren eignen.

Während der Handlung werden die Kinder und Eltern immer wieder mit einbezogen. So werden bspw. gemeinsam Kinderlieder wie „Mein Hut der hat drei Ecken“ gesungen. Die Kinder können á la „Ich kenn ein Lied, das du nicht kennst“ Lieder erraten, hüpfen oder dürfen ein Instrument ausprobieren. Insgesamt laden die Puschelgeschichten dazu ein aktiv teilzunehmen. Ich habe also nicht schlecht gestaunt, als plötzlich der ganze Saal das ein oder andere Kinderlied zum Besten gab. Und es war total schön zu beobachten, wie die Kinder in den Bann des Stücks gezogen wurden, lauthals lachten oder vor Freude hüpften. Glücklicherweise war die kleine Rakete eines davon.

Musikalisches Theater für Kleinkinder?

Bevor wir das eigentliche Stück gesehen und erlebt haben, haben der Raketenpapa und ich uns mögliche Szenarien ausgemalt. Fest stand für uns, dass wir die kleine Rakete zu nichts zwingen werden. Wenn es ihm nicht gefallen sollte oder er einfach doch noch zu jung dafür ist, hätten wir kurzerhand zusammengepackt und wären auf den Spielplatz nebenan gegangen. Tatsächlich hat es ihm aber ganz gut gefallen. Ich glaube, dass er der Handlung noch nicht richtig folgen konnte und ein reines Theaterstück noch nichts für ihn wäre. Doch gerade weil die Handlung oft durch Gesänge und Lieder untermalt wurde, hat er Freude an dem Stück gehabt. Er hat sogar versucht im Takt mitzuklatschen und sich sichtlich gefreut, wenn die Musik einsetzte. 45 Minuten still zu sitzen wäre jedoch – wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt – eine kleine Herausforderung gewesen. Zum Glück waren Tanzen und Hüpfen hier durchaus erwünscht.

Ich glaube, dass das Musiktheater schon ab zwei Jahren funktionieren kann. Hier kommt es sicherlich auch ein bisschen darauf an, ob die Kids Spaß an Musik haben. Ich bin sehr froh, dass wir es ausprobiert haben. Denn so habe ich jetzt eine weitere Möglichkeit dem Dauerregen auszuweichen. Sobald die Puschelgeschichten wieder nach Leipzig kommen, werden wir auf jeden Fall erneut singend und klatschend im Publikum sitzen. (Auch gerne bei besserem Wetter.)

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Eine blau-rote Rakete steigt nach rechts oben

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