Raketenmama

Mein Name ist Andrea und ich bin seit Ende November 2014 Mama der kleinen Rakete. Damit gehöre ich offiziell zur Gattung der Raketenmamas*. Seit 1983 bin ich gebürtige Erfurterin,  war aber schon in so mancher Großstadt zu Hause, um vorerst im schönen Leipzig zu stranden. Ob wir hier bleiben und aus zaghaft aufgebauten Zelten vielleicht sogar irgendwann ein eigenes Haus wird, wird sich zeigen. Eines ist aber immer klar: die Familie und vor allem die kleine Rakete stehen stets an erster Stelle.

Wieso, weshalb, warum?

Seit der Geburt der kleinen Rakete steht mein Leben auf meistens wundervolle Art und Weise Kopf. Fast täglich begegnen mir seitdem ein bunter Strauß unterschiedlichster Emotionen und zahlreiche Abenteuer, die bewältigt und erzählt werden wollen. Als ungeübte Erstlingsmama mache ich dabei bestimmt einige Fehler, aber auch so manches richtig. Von beidem dürft ihr euch gerne anhand der Beiträge und Geschichten auf diesem Blog überzeugen.

Ein Blog zum Geburtstag

Ich schreibe schon sehr lange und so war es nur eine Frage der Zeit, dass ich meine Gedanken auch auf virtuelles Papier bringe. Schuld an allem sind (wie meistens) der Raketenpapa und die Tatsache, dass ich einfach sehr oft sehr viel zu erzählen habe.

Er hat mir dieses Blog, neben ein paar sehr lieben Worten, zu meinem letzten und 33. Geburtstag im Februar dieses Jahres geschenkt. (Die meisten Mütter oder Väter von anderthalbjährigen Kleinkindern werden verstehen, warum ich erst fast ein halbes Jahr später dazu komme diesen ersten Beitrag zu schreiben. Alle anderen werden es wahrscheinlich nachvollziehen können, wenn sie sich durch einige Beiträge aus unserem Familienleben gestöbert haben.)

Warum eine Rakete?

Bevor ich nun und mit diesem Beitrag meinen Blog einweihe, habe ich mir ausgiebig Gedanken über die Art und Weise gemacht, in der ich euch aus unserem Leben und von unseren Abenteuern berichten möchte. Also habe ich gemeinsam mit dem Raketenpapa entschieden, dass wir unseren Sohn nicht gänzlich zur Schau stellen werden. Ihr werdet sehr wahrscheinlich viele Bilder von Speckärmchen, Speckbeinchen und dem wunderschönsten Hinterkopf der Welt sehen. Die kleine Zuckerschnute wird dabei allerdings ebenso eurer Phantasie überlassen bleiben, wie der eigentliche Name der kleinen Rakete. Was ich euch aber gerne sage ist, dass ich die kleine Rakete auch in unserem realen Leben oft so nenne. Denn dieser Spitzname passt, wie ihr bald und anhand des wachsenden Blogs feststellen werdet, sehr gut zu ihm.

Was werdet ihr hier vergebens suchen?

Was ich auf keinen Fall möchte ist, dass sich irgendein Leser oder eine Leserin von meinen Beiträgen belehrt oder berichtigt fühlt. Ich bin kein Mensch, der mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt läuft. Zu oft habe ich seitdem ich Mama bin selbst gespürt wie es ist, von anderen in Sachen Erziehung oder Mutterschaft belehrt zu werden. Ungefragte Ratschläge sind eben doch auch nur Schläge.

Was ihr finden werdet

Was hier ihr auf diesem Blog jedoch finden werdet, sind Geschichten aus unserem Familienleben und meinem Mama-Herzen. Ich werde meine Gedanken ebenso mit euch teilen, wie vielleicht den ein oder anderen Tipp. Diese resultieren meistens aus meinen eigenen Fehlern und dem daraus gelernten Wissen. Grundsätzlich sind das jedoch natürlich alles Dinge und Empfehlungen, die bei meinem Kind funktionieren und die ich fast täglich auf den vielen leeren Seiten der Gebrauchsanweisung notiere, die die kleine Rakete bei der Geburt an Bord hatte. Ob sie auch bei euren Kindern klappen, kann ich natürlich nicht versprechen. Jedes hat, so habe ich bisher gelernt, seine eigene ungeschriebene Gebrauchsanweisung dabei. Diese muss von euch höchstpersönlich ausgefüllt werden.

Grundsätzlich hoffe ich, dass ihr Spaß bei der Wanderung durch unser turbulentes Leben zwischen Windeln und Schnoddernase habt! Ich freue mich auf euch und tausche mich sehr gerne mit euch aus.

Also macht es euch gemütlich und habt viel Spaß beim Lesen!

*Raketenmama [rakeːtənmaˈmaː]

(Raketenmamas sind die Mamas jener kleinen Raketen, die sich ihren Namen deshalb verdienen, weil sie ähnlich wie die eigentlichen Raketen aus (mindestens) drei „Baugruppen“ bestehen bzw. in einer Abhängigkeit zu diesen stehen: dem Triebwerk (ständiger Hunger nach Muttermilch, oder allem, was sich auf Böden oder in einem Kühl- sowie Vorratsschrank befindet), der Stabilisierungs- und/oder Steuereinheit (Eltern, Familie und Freunde), der Nutzlast (Erziehung, Humor und ausgiebige Kichereien). Außerdem verfügen kleine Raketen über das nötige Temperament um innerhalb von Sekunden von einer Emotion in die nächste wechseln zu können. Unsere konnte das zumindest bereits von Geburt an.