Als wir erfuhren, dass wir einen Sohn bekommen, war unsere Freude riesig. Nur eines bereitete uns Kopfzerbrechen: der Name. Während ich 15 Babynamen für Mädchen parat hatte, die der Raketenpapa alle schon abgenickt hatte, gab es noch keinen einzigen Jungennamen, auf den wir uns beide einigen konnten. Also schmiedeten wir einen Plan, der uns bei der Namenswahl unterstützen sollte.

Eine Liste mit Babynamen und ein Deal

Ich recherchierte Babynamen, die mir gefielen online oder in Namensbüchern und schrieb alle in Frage kommenden auf ein Blatt Papier. Dieses habe ich an den Kühlschrank gehangen. Zu dieser Liste haben wir die folgenden Regeln festgelegt:

  1. Wir informieren alle Menschen in unserem näheren Umfeld darüber, dass wir uns über Namensvorschläge freuen.
  2. Alle Verwandten, Freunde und Bekannte dürfen uns auf allen erdenklichen Wegen Namensvorschläge schicken und wir werden jeden einzelnen Vorschlag auf die Liste schreiben.
  3. Sobald sich einer dieser Namen für den Raketenpapa oder mich nicht gut anfühlt, darf er gestrichen werden.
  4. Nur der Raketenpapa oder ich dürfen Namen streichen.
  5. Niemand darf bei einer Streichung eingeschnappt sein.
  6. Nur ein Name, der beiden gefällt, kommt in die engere Auswahl.

Eine Liste, die (hoffentlich) deinen Namen trägt

Kurz nachdem die ominöse Liste die erste kurze Weile an unserem Kühlschrank hing, staunte ich nicht schlecht, als der Raketenpapa den Stift ansetzte und gar nicht mehr aufhören wollte Namen zu streichen. Ich hatte ca. 20 Namen recherchiert und er strich auf anhieb 15 davon. Natürlich war ich offiziell nicht eingeschnappt, innerlich überlegte ich mir jedoch schon, wie ich den ein oder anderen Strich wieder entfernen könne. Immerhin hatte er zwei Favoriten ohne mit der Wimper zu zucken gestrichen! Letztlich fand ich mich recht schnell damit ab und erinnerte mich an die gemeinsam beschlossenen Regeln. Unser Kind ist ein Gemeinschaftswerk und da sollten wir doch bitte auch beide mit seinem Namen zufrieden sein. (wäh)

Das Lukas-Trauma

Seit wir allen von unserer Liste erzählt haben, haben wir fast täglich neue Namen zugeschickt oder zugerufen bekommen. Viele davon haben wir gleich, andere erst nach einer Weile gestrichen und drei haben es wiederum in die engere Auswahl geschafft. Einer davon lautete Lukas. Das hielt bis zu unserem Urlaub.

Als ich meine Riesenkugel am Pool unserer Wahl geparkt habe, habe ich sie direkt neben einer Familie mit zwei Kindern aus „Nürnberch“ platziert. Der Sohn hieß, wie sollte es anders sein, Lukas und war ein umtriebiges kleines Kerlchen, mit einer Menge Flausen im Kopf. Letztere brachten seinen Vater dazu immer wieder, sehr schnell hintereinander sowie fränkisch und ermahnend über den ganzen Pool „Lukas-Luki-Luki-Luki“ zu schreien. Nachdem ich das einen ganzen Tag gehört habe, hatte ich mein Trauma weg. Sobald wir zu Hause angekommen waren, strich ich den Babynamen Lukas sehr energisch von unserer Liste. Da waren es nur noch zwei.

Ein Traum wird wahr

Wenige Wochen vor der Geburt hatten wir noch immer zwei Jungennamen zur Auswahl. Während der Raketenpapa schon mit einem davon mehr liebäugelte aus mit dem anderen, war ich noch unentschieden. Doch dann träumte ich davon, wie ich unseren Sohn bei einem dieser Namen rief und da war es beschlossene Sache. Wir haben die kleine Rakete genau so genannt und sind noch heute mehr als glücklich mit seinem Namen.

Jedes Kind füllt seinen Namen aus

Als wir unseren Verwandten den besagten Namen verrieten, waren einige davon nicht wirklich begeistert. Ich erinnere mich noch jetzt sehr genau daran, dass meine Oma mich zwei Tage nach Bekanntgabe des Namens anrief und mir einen weiteren Vorschlag für die Liste unterbreitete. Und trotzdem blieben wir dabei. Heute lieben sie ihn alle und können sich nicht vorstellen, dass Ihmchen einen anderen Namen tragen könnte, als den, den wir gewählt haben. Die Wahl des Babynamens ist die erste richtig wichtige Entscheidung als Eltern. Gerade deswegen ist sie bestimmt selten leicht. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass Ihr selbst den Namen aussucht und euch nicht von anderen beirren lasst. Ihr werdet immer wissen, was das Beste für Euer Kind ist und das beginnt schon beim Namen.

Eine blau-rote Rakete steigt nach rechts oben

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