In meiner Familie brauchen wir meistens keinen wirklichen Grund oder Anlass, um den Ofen anzuschmeißen. Wir backen viel, oft und gerne. Kuchen ist nämlich einfach immer eine gute Idee. Mich entspannt Backen außerdem sehr und hilft mir, wenn der Kopf mal wieder zu voll ist und ich Ordnung in meine Gedanken ordnen muss.

Heute zeige ich euch das Rezept für den Kuchen, den meine Oma, Tante, Mama und auch ich am häufigsten backen. Dieser Schokoladenkuchen begleitet mich selbst seit meiner Kindheit und stand fast immer auf meinem Geburtstagstisch. Und das Allerbeste an ihm ist, dass er nicht nur superlecker und saftig ist, sondern auch wirklich schnell geht und einfach immer gelingt.

Das Rezept für unseren Schokoladenkuchen

Ich mache diesen Schokokuchen allein schon sehr oft, weil ich die Zutaten dafür eigentlich immer im Haus habe und er sehr schnell gebacken und nicht aufwendig ist. Deshalb ist er auch mein absoluter Last-Minute-Kuchen und immer meine Wahl, wenn es schnell gehen muss. Wann immer ich also erst sehr kurzfristig zum Backen komme, weil auch meine Tage leider nur 24 Stunden haben oder wir kurzfristig zu einer Feier, einem Kindergeburtstag, einer Veranstaltung im Kindergarten oder einem Nachmittag mit Freunden eingeladen wurden, krame ich dieses Kuchen-Rezept raus.

Für unseren schnellen Schokoladenkuchen braucht ihr folgende Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 2 Tassen Zucker / ca. 340 g*
  • ½ Tasse Wasser / 85 ml*
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL Back-Kakao
  • 4 Eier
  • 2 Tassen Mehl / ca. 340 g*
  • 1 Päckchen Backpulver

*Ich nehme immer eine Kindertasse als Messgrundlage. Diese kann 250 ml Wasser aufnehmen und ich mache sie zu ¾ voll. Das entspricht dann ungefähr 170 g.

Ihr braucht folgende Utensilien:

  • Küchenwaage
  • 1 Kindertasse
  • 1 Esslöffel
  • 1 Schneebesen oder ähnliches
  • 1 kleinen Kochtopf
  • 1 Handrührgerät
  • 1 Rührschüssel
  • 1 Backform eurer Wahl (Ich nehme eigentlich immer eine Gugelhupf-Form.)

Die Zubereitung

Diesen wahrscheinlich weltbesten Schokoladenkuchen macht ihr in zwei Arbeitsschritten. Zuerst wird der schokoladige Anteil zusammengerührt und kurz aufgekocht und während dieser etwas abkühlt, rührt ihr ganz bequem den Teig an.

1. Die Schokoladensoße

Weil der Kuchen so schnell geht, stelle ich den Backofen meistens schon an, bevor ich anfange zu backen. Dann kann er in Ruhe auf 170° Umluft vorheizen. Und dann beginne ich auch schon mit der eigentlichen Zubereitung.

Zuerst gebt ihr 250 g Butter, 2 Tassen Zucker, ½ Tasse Wasser, 2 Päckchen Vanillezucker und 3 Esslöffel Back-Kakao in einen Topf und kocht alles zusammen kurz auf. Hier lohnt es sich immer mal mit dem Schneebesen zu rühren, damit das Ganze nicht anbrennt. Hmmm, riecht ihr das?

2. Der Teig

Jetzt füllt ihr die flüssige Schokoladensoße in eine Schüssel, damit sie ein bisschen abkühlen kann. Währenddessen rührt ihr ganz entspannt den Teig an. Dafür gebt ihr 4 Eier, 2 Tassen Mehl und 1 Päckchen Backpulver in eine Rührschüssel und verrührt alles mit einem Handrührgerät. Wenn ein ansehnlicher Teig entstanden ist, stellt ihr diesen kurz zur Seite und fettet die Backform eurer Wahl mit Butter ein.

Sobald ihr damit fertig seid, gebt ihr die Schokosoße zum Teig und verrührt alles zu einem Schokoladenteig. Danach gebt ihr den Teig in die eingefettete Backform und schiebt diese auf der mittleren Schiene in den Backofen. Hier bleibt er jetzt für 35 – 45 Minuten.

Die Backdauer ist tatsächlich abhängig vom Backofen. In manchen Ofen war der Kuchen bereits nach 35 Minuten fertig und in meinem jetzigen braucht er 45 Minuten. Ich teste den Kuchen immer nach 35 Minuten mit einem dünnen Holzstab. Sofern keine Teigreste mehr an dem Stäbchen oder Zahnstocher kleben, ist er fertig und kann aus dem Ofen herausgenommen werden. Wundert euch nicht, dass er sich sehr fluffig anfühlt, wenn man die Oberfläche mit der Hand berührt. Er wird fester, wenn er erkaltet.

Nach dem Backen

Wenn ich ihn in einer herkömmlichen Backform backe, lasse ich den Kuchen meistens über Nacht erkalten und stürze ihn erst am nächsten Morgen. Dafür stelle ich die Backform für ein paar Minuten in ein heißes Wasserbad. Dann löst er sich gut aus der Form.

Solltet ihr eine Silikonform haben, könnt ihr ihn früher stürzen. Auch hier sollte er allerdings abgekühlt sein, damit er nicht bricht, wenn ihr ihn stürzt.

Zu guter Letzt bestreue ich den Kuchen mit Puderzucker. Falls ich ihn für einen Kindergeburtstag oder ein Kindergartenfest backe, rühre ich meistens noch eine Schokoladenglasur an, übergieße den Kuchen damit und bestücke ihn beispielsweise mit Smarties.

Selbstgemachte Schokoladenglasur

Für den Schokoladenguss nehme ich meistens liegengebliebene und ältere Schokolade wie bspw. alte Schoko-Weihnachtsmänner oder Osterhasen. Ansonsten eignen sich auch Tafeln von Vollmilch- oder Zartbitterschokolade dafür.

Die Glasur geht auch sehr schnell und ist in 5 Minuten fertig. Dafür gebt ihr 200 ml Sahne und 4 kleingehackte Tafeln Schokolade (je 100 g) oder 8 Schokoladen-Osterhasen in einen Topf und lasst das Ganze unter Rühren kurz aufkochen. Und schon habt ihr eine Schokoladenglasur gezaubert.

Mein Geheimtipp

Übrigens kann dieser Kuchen super eingefroren werden. Nach dem Auftauen schmeckt er, als wäre er gerade erst gebacken worden und ist immer noch total saftig. Das mache ich ganz oft, wenn ich nur für uns drei backe, da wir einen ganzen Kuchen nicht verdrücken können. Wenn dann ein Wochenende bevorsteht, hole ich ihn Freitagabend aus dem Tiefkühler und überrasche meine Männer am Samstag nach dem Mittagsschlaf damit.

PS: Mehr Rezepte findet ihr hier.

Eine blau-rote Rakete steigt nach rechts oben

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