Es ist momentan sehr ruhig auf dem Blog. Doch das hat den besten Grund überhaupt: Wir sind jetzt endlich und schon seit Anfang August zu viert. Und das macht unseren Familienalltag noch einmal schöner und chaotischer, als er eh schon war. Die Zeit rennt und ich zucke schockiert zusammen, wenn ich überlege, dass die Mini-Rakete schon fast drei Monate bei uns ist. Es ist nämlich so, als wäre es nie anders gewesen und auf der anderen Seite alles so neu, dass ich mich und uns erst sortieren muss.

Ich schreibe momentan an zehn Texten gleichzeitig, weil es so viel zu beschreiben, erklären und mitzuteilen gibt. Doch all diese Texte sind Puzzle. Jeden Tag versuche ich einen Absatz hinzuzufügen und meinem inneren Drang Worte für das Unbeschreibliche, Wunderschöne und Anstrengende zu finden gerecht zu werden. Doch da sind nun einmal noch viel mehr und natürlich auch wichtigere Dinge, die meine Aufmerksamkeit fordern.

Die Mini-Rakete wohnt zuweilen auf mir und klitzekleine Hände halten mich oft fest, wenn ihr Besitzer einschläft, sodass ich neben ihm liegen bleibe, ihn beobachte und genieße. Ich erklimme den Mount Washmore täglich und scheitere dabei ebenfalls täglich, surfe auf den Wollmäusen, die sich hier rasant vermehren und mittlerweile einen festen Platz in unseren vier Wänden haben, und versuche mich erfolgreich in zwei Teile zu zerteilen, wenn beide Kinder mich brauchen oder einfach nur meine Nähe spüren möchten. Das alles passt kaum und eigentlich nie in die mickrigen 24 Stunden, die ein Tag für mich bereithält.

Eine Million Worte

Aber ich finde Worte und zwar viele. Ich schreibe Texte, formuliere in meinem Kopf, während ich nachts stille oder unseren Sohn in den Schlaf streichele und ich notiere mir meine Gedanken auf vielen kleinen virtuellen Zetteln, damit ich nicht vergesse. Ich möchte euch von mir und uns erzählen. Ich möchte euch davon berichten, was dieses Muttersein aus mir macht und wie es sich anfühlt zwei kleine Menschen unter einen einzigen Hut zu bekommen. Ich möchte erklären, wie schön das alles ist und wie schön anstrengend ich es finde. Ich will euch von den vielen Tränen erzählen, die in den letzten Wochen geflossen sind und euch das große Glück beschreiben, das ich fühle, wenn ich alle meine Männer auf einem Fleck sehe. Ich möchte euch sagen, wie stolz ich auf meinen Mann bin und wie glücklich ich bin, dass er der Vater meiner Kinder ist. Und ich möchte euch von den Tiefen und noch mehr Höhen erzählen, die wir momentan erleben.

Das alles wird passieren. Doch es braucht Zeit. Und die werde ich mir Stück für Stück nehmen. Zuallererst bin ich jedoch eine Mama, die jeden Moment auskosten möchte und jetzt aufhört diesen Text zu schreiben. Ihr zweiter Sohn wird nämlich gerade wach und wird sie gleich anlächeln, wie er es fast immer tut, wenn er sieht, dass sie ganz für ihn da ist.

Bis bald,

Andrea

Eine blau-rote Rakete steigt nach rechts oben

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